Konnten Sie eine Tierquälerei beobachten?
Wissen Sie von Tieren, die schlecht gehalten werden?

Bitte verständigen Sie die Amtstierärzte:
Bezirk Judenburg: 03572/83 201-275
03572/83 201-260
Bezirk Knittelfeld: 03512/83 141-260

Nicht wegschauen, sondern helfen!

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt"
Mahatma Gandhi

An die Tierschutzombudsfrau Fiala-Köck

Sehr geehrte Frau Dr. Fiala-Köck,

diese beiden Katzen wurden heute von einer Mitarbeiterin einer Müllentsorgungsfirma gefunden, nachdem ein Bauer dort seinen Müll abgeladen hatte. Das 3. Kätzchen ist leider verstorben, alle sind etwa 4 Wochen alt.

So ergeht es uns immer wieder. Manche Bauern entledigen sich des Katzennachwuchses, indem sie diesen erschießen, ertränken oder erschlagen. Und sie haben schon keinen Cent übrig, um eine Mutterkatze kastrieren zu lassen.

 

Das Katzenelend auf den Bauernhöfen ist eine stille Tragödie.

 

Die Tierärzte sehen fast alle weg, weil sie die Bauern nicht als Kunden verlieren wollen. Die Bauern müssen endlich gezwungen werden, ihre Katzen kastrieren zu lassen, damit diese unkontrollierte Vermehrung endlich aufhört. Viele Bauernhofkatzen leiden an Katzenschnupfen, eitrigen Augen, Durchfall und Parasiten, die in den seltensten Fällen tierärztlich behandelt werden. Junge Katzen siechen dahin und überleben kaum das erste Lebensjahr. Es ist eine Schande, dass es in Österreich solche Zustände überhaupt gibt.

 

Die Tierärztekammer hat außerdem einige Neuerungen geschaffen, die leider nicht zum Vorteil der Tierschutzvereine ausgefallen sind:

 

  1. Für jede Gemeinde in der Steiermark gibt es nur 5 Kastrationsgutscheine.
  2. Der Tierschutz darf zwar weiterhin die Katzen einfangen, darf aber keine Gutscheine mehr für die Kastration käuflich erwerben.
  3. Die Streunerkatzen müssen im Falle einer Kastration zum nächstliegenden Tierarzt gebracht werden.

 

5 Gutscheine pro Gemeinde sind ein Tropfen auf dem heißen Stein. Fast alle Gemeinden in den Bezirken Murau, Judenburg und Knittelfeld weigern sich Gutscheine an betroffene Personen auszugeben.

 

Wir als kleine Tierschutzvereine können uns die vollen Kastrationskosten nicht leisten, da wir keinerlei Zuwendungen vom Land Steiermark erhalten.

Aus diesem Grund befürchten wir, dass die Kastrationserfolge der letzten Jahre durch die neuen Maßnahmen der Tierärztekammer zunichte gemacht werden.

 

Alle Mitarbeiter der Tierschutzvereine arbeiten ehrenamtlich und opfern viel Zeit und Geld, um den Tieren im oberen Murtal zu helfen. Ohne Unterstützung durch die Behörden, der Tierärztekammer und allen Gemeinden, wird es uns aber kaum möglich sein, das Streunerkatzenproblem einzudämmen.

 

Bitte helfen Sie uns!

 

Mit freundlichen Grüßen

Friederike Steiner

Obfrau Aktiver Tierschutz Murtal

 

auch im Namen folgender Tierschutzvereine:

SOS Tier-Bezirk Murau

Tierschutzverein Judenburg

Auffangstation Zarfl

22.5.2011

 

 

 

 

Zurück

Alle Beiträge